Die 2000–Watt–Gesellschaft

Jeder und jede von uns verbraucht dreimal so viel Energie, wie es die weltweiten Energiereserven zulassen und wie von der Umweltbelastung her vertretbar ist. Klar ist: Wir leben auf Kosten anderer Länder und kommender Generationen. Darum engagiert sich die Stadt Singen mit weiteren Städten um den Bodensee, die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft umzusetzen. Das Ziel ist, den Energieverbrauch pro Kopf kontinuierlich auf 2000 Watt zu reduzieren und pro Person nicht mehr als eine Tonne CO2 (entspricht 17.500 Kilowattstunden) pro Jahr zu verursachen. In Zukunft sollen drei Viertel der konsumierten Energie aus regenerativen Energiequellen stammen, zum Beispiel aus Solar- und Windenergie oder Geothermie.

Gerecht und machbar

17.500 Kilowattstunden pro Jahr: So viel braucht der Mensch im globalen Mittel. Dies entspricht einer kontinuierlichen Leistung von 2000 Watt. Wir brauchen dreimal so viel – denn Deutschland ist heute eine 6000-Watt-Gesellschaft. Dies kann sich in Zukunft nur noch ein Teil unserer Gesellschaft leisten. Im Gegensatz dazu leben die Menschen in einigen Ländern Asiens und Afrika mit einem Bruchteil davon.

Die 2000-Watt-Gesellschaft ist möglich. Das belegt eine aus dem Programm Interreg geförderte Regionalstudie für Singen und weitere Kommunen um den Bodensee.

Wie der Gedanke der 2000-Watt-Gesellschaft in den Alltag übertragen werden kann, erprobte die Stadt Singen im Reallabor der 2000-Watt-Familien.

Impressionen

Weitere Hintergründe und Erläuterungen zur 2000-Watt-Gesellschaft und zum Programm Novatlantis der ETHZ gibt es im Internet unter www.novatlantis.ch.
 


Singen und die 2000–Watt–Gesellschaft

Logo 2000 Watt

- Sachgebiet der Umweltschutzstelle

Die Städte Singen und Radolfzell haben mit Unterstützung der Sparkasse Singen-Radolfzell eine Energiekampagne auf den Weg gebracht. Das Projekt leistet einen Beitrag auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft. Durch Effizienzsteigerung soll der Energieverbrauch von heute 6000 Watt pro Kopf auf 2000 Watt pro Kopf gesenkt werden.

In einem Experiment werden Freiwillige von Fachberatern begleitet und innerhalb eines Jahres an die 2000-Watt-Gesellschaft herangeführt. Die Testfamilien erhalten Tipps und Beratung sowie je nach persönlichem Profil eine Sachleistung in Höhe von rund 200 Euro. Eine begleitende Veranstaltungsreihe bietet viel Platz für Erfahrungsaustausch und Diskussionen.

Während des Projektes wird die Öffentlichkeit auf dem Laufenden gehalten, um die Vision „2000-Watt-Gesellschaft“ verständlich zu machen und zum Nachahmen zu animieren. Es soll gezeigt werden, was heute technisch möglich und was davon auch umsetzbar ist. 
  


Informationen zum Download
 

Regionalstudie 2000-Watt-Gesellschaft Bodensee (Kurzfassung)

Regionalstudie 2000-Watt-Gesellschaft Bodensee (Langfassung)

Vortrag "Ernährung in der 2000-Watt-Familie oder Wo steckt Energie in Lebensmitteln"

Themenabend Konsum - Vortrag von Rafael Horn
 


Weitere Informationen:

Fair konsumieren, nachhaltige Entwicklung fördern

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Neues vom Projekt: "Wir wollen heute die Weichen stellen"

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Leitziele der 2000-Watt-Gesellschaft

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Abschlussveranstaltung des Interreg-Projekts

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