Integriertes Klimaschutzkonzept Stadt Singen/Hohentwiel

Die Stadt Singen ist klimaschutz- und energiepolitisch engagiert und seit 2011 mit dem european energy award (eea) ausgezeichnet. Als Mitglied des europäischen Klima-Bündnis verfolgt die Stadt das Ziel, die Pro-Kopf-Emissionen bis spätestens 2030 zu halbieren (Basisjahr 1990). Langfristiges Ziel ist die klima- und generationengerechte 2000-Watt-Gesellschaft.

Um die mittel- und langfristigen Zielsetzungen zu erreichen, wurde für die Stadt Singen 2013 das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) gemäß den Anforderungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ausgearbeitet. In allen relevanten Handlungsfeldern wie etwa private Haushalte, Industrie, Mobilität/Verkehr oder öffentliche Liegenschaften wurden der Ist-Zustand erfasst und Maßnahmen zur Reduzierung von Energieverbrauch und Treibhausgasausstoß entwickelt.

Das Klimaschutzkonzept hat zum Inhalt

  • Energie- und CO2-Bilanz
  • Potentialanalysen
  • Akteursbeteiligung
  • Maßnahmenkatalog
  • Controlling-Konzept
  • Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit 

Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Singen

Energie- und CO2-Bilanz 2014 für die Stadt Singen


Klimaschutzmanager

Seit September 2015 hat die Stadt Singen in Person von Markus Zipf einen Klimaschutzmanager, der den städtischen Klimaschutzprozess steuert und moderiert. Grundlage dafür ist das Integrierte Klimaschutzkonzept, das Potenziale und Handlungsmöglichkeiten für die Singener Energiewende aufzeigt. Die Stelle wird drei Jahre lang mit 65 Prozent aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Mit der Teilnahme Singens am european energy award steht dem Klimaschutzmanager ein europaweites Zertifizierungs- und Managementsystem zur Verfügung, um die städtischen Klimaschutz-Aktivitäten regelmäßig einer Qualitätsprüfung zu unterziehen.

Innerhalb der Verwaltung zielt die Arbeit des Klimaschutzmanagers besonders auf die Vermittlung von Fachwissen und Kontakten, auf die Beschaffung von Fördermitteln oder die Verbesserung verwaltungsinterner Abläufe in Sachen Klimaschutz. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Vorbildfunktion der Stadt zu, etwa bei der Frage, welche Klimaschutzaspekte in die Stadtentwicklung oder welchen Energiestandard kommunale Gebäude erfüllen. Auch die energetische Sanierung des privaten Gebäudebestandes voranzubringen, gehört zu seinen Aufgaben.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Klimaschutzmanagers gilt es, die Bevölkerung, Unternehmen, Schulen oder Multiplikatoren wie Handwerker, Architekten und die Immobilienwirtschaft für den Klimaschutz zu gewinnen.


Nützliche Links

Link zum BMU: www.klimaschutz.de

Link zum Projektträger Jülich: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen


Gefördert durch